German level test C1
CEFR C1
Vocabulary
Wir müssen heute eine Entscheidung ___.
treffen — The fixed pairing is Entscheidung treffen. «eine Entscheidung nehmen» is perfectly formed and does not exist: it is the Romance calque.
Darf ich eine Frage ___?
stellen — Frage stellen is the only possible pairing. «eine Frage machen» is understood and sounds wrong.
Für diese These fehlt noch der ___.
Beweis — Beweis is the proof, which is what a thesis lacks. Zufall is chance, Rahmen the frame and Beiklang the connotation.
«Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen» bedeutet:
Er hat genau das Richtige gesagt. — It means to hit the nail on the head: to be exactly right. It is not about hammers or injuries.
«speisen» ist im Vergleich zu «essen»:
gehoben — speisen is the elevated register version of essen. It is not colloquial or casual, and it is not wrong.
Der Autor ___ Kritik an der Methode.
übt — Kritik goes with üben: Kritik üben an etwas. «Kritik machen» is what translation from Romance languages produces, and it is understandable, but it gives the foreigner away in the first line of a written text.
Das ist nur eine ___, kein Beweis.
Vermutung — die Vermutung is a supposition, and it is the only thing that stands against a Beweis. die Erkenntnis is what has come to be known, die Tatsache is a fact and die Feststellung is an observation: all three assert something, and the sentence asks for the opposite.
«Das steht auf einem anderen Blatt» bedeutet:
Das ist eine andere Frage. — It is a set phrase: it puts aside a matter that does not belong here, even though it literally talks about a sheet of paper. Set phrases are the ones you cannot translate word by word without losing the whole meaning.
«sich äußern» ist im Vergleich zu «etwas sagen»:
förmlicher — sich äußern is more formal than sagen, which is why it shows up in reports and press statements. Recognising register is what separates C1 from B2: both verbs are correct, but they do not belong in the same text.
Grammar
___ es regnete, gingen wir spazieren.
Obwohl — What follows is a clause with its verb at the end, so the subordinating conjunction is needed. trotzdem and dennoch are adverbs and trotz is a preposition.
___ des schlechten Wetters fand das Konzert statt.
Trotz — Before a noun phrase in the genitive you use the preposition trotz. The other three need a clause with a verb.
Wie schreibt man «nachdem wir die Unterlagen geprüft haben» in einem Bericht?
nach der Prüfung der Unterlagen — The written register turns the verb into a noun and hooks the complement on with a genitive. The other three are still clauses with verbs.
Welcher Satz gehört in einen geschriebenen Text?
Ich sah ihn gestern. — The Präteritum is the past of written narration; the Perfekt is the spoken one. The other two are ungrammatical.
Das Angebot ist ___ günstig, aber unrealistisch.
zwar — zwar concedes so that the aber that follows has weight. It is the mould of German argumentation.
Welcher Satz klingt nach Amtssprache?
Wir ziehen Ihren Vorschlag in Betracht. — The long noun turn —in Betracht ziehen— is the mark of official register. berücksichtigen says the same with one verb.
Welcher Satz ist richtig gebaut?
Er sagte, dass er nicht kommen könne, weil er arbeiten müsse. — Each subordinate clause closes with its finite verb at the end, and reported speech keeps the Konjunktiv in both.
Der Antrag ist bis Freitag ___.
einzureichen — sein + zu + infinitive is equivalent to «muss eingereicht werden», and in a separable verb the zu goes INSIDE: ein-zu-reichen. It is the standard turn of phrase on forms and notices, and you have to read it as an obligation even though no modal appears.
Sie sagten, sie ___ keine Zeit.
hätten — The Konjunktiv I of sie (plural) would be «haben», which is identical to the indicative, so German falls back on Konjunktiv II: hätten. It is the rule that makes reported speech look irregular, and it is not: it only shifts when the form would be indistinguishable.
Wie schreibt man «die Zahlen, die im Frühjahr geprüft wurden» kürzer?
die im Frühjahr geprüften Zahlen — Everything the relative clause held goes between the article and the noun, with the participle next to the noun: die im Frühjahr geprüften Zahlen. With the Partizip I —prüfenden— the figures would be checking something rather than having been checked.
___ länger man wartet, ___ teurer wird es.
Je … desto — The order is fixed: je opens and desto (or umso) closes, never the other way round. And each half sends the verb somewhere different: in the je half it goes to the end, in the desto half it comes straight after. Swapping them is a mistake no ear forgives.
___ des Berichts wurde die Sitzung verschoben.
Aufgrund — aufgrund is a genitive preposition, which is why it can stand in front of «des Berichts». The other three are conjunctions and would want a full clause with its verb: «weil der Bericht …». That is the difference between written nominal style and speech.
Welcher Satz gehört in einen amtlichen Text?
Die Unterlagen werden geprüft. — Administrative texts prefer the passive, which leaves out whoever acts. The other three carry spoken markers —halt, gucken, the we— that have no place in an official document, even though all three are correct German.
Der Vorschlag ist interessant, ___ zu teuer.
allerdings — allerdings concedes and objects at once, and changes no word order: it behaves like an adverb. obwohl would open a subordinate clause with the verb at the end, trotz wants a genitive after it, and damit introduces a purpose, which there is none of here.
Reading
Die Untersuchung, deren Ergebnisse in der vergangenen Woche vorgestellt wurden, kommt zu einem Schluss, der auf den ersten Blick überrascht. Zwar ist die Nutzung der neuen Verbindung deutlich gestiegen, doch der Verzicht auf das Auto fällt vielen weiterhin schwer. Die Autorin weist darauf hin, dass die Zahlen vorläufig seien und der Zusammenhang zwischen Angebot und Verhalten bislang nicht belegt sei. Ihre Gliederung folgt einem klassischen Aufbau: zuerst die These, dann die Daten, zuletzt die Einschränkungen, die in vergleichbaren Arbeiten oft in einer Fußnote verschwinden und hier zwei ganze Seiten füllen. Obwohl der Bericht sachlich gehalten ist, üben mehrere Fachleute Kritik an der Methode; ihr Einwand lautet, man habe den Zeitraum zu kurz gewählt. Ein halbes Jahr, sagen sie, sage wenig über eine Gewohnheit aus, die sich über Jahrzehnte gebildet habe. Die Autorin hält dem entgegen, eine längere Erhebung wäre zwar wünschenswert gewesen, hätte aber Mittel erfordert, die nicht zur Verfügung standen; im Übrigen sei die Frage nicht, ob die Zahlen vollständig seien, sondern ob sie in die richtige Richtung zeigten. An dieser Stelle wird die Diskussion grundsätzlich. Wer Verkehr untersucht, misst leicht das Angebot und schwer das Verhalten, und die Versuchung ist groß, aus dem einen auf das andere zu schließen. Genau davor warnt der Bericht, und genau das wirft man ihm vor. Hinzu kommt, dass die Ergebnisse politisch verwertet wurden, bevor die Fassung überhaupt vollständig veröffentlicht war: In zwei Zeitungen erschienen Zusammenfassungen, deren Zahlen weder mit der Studie noch untereinander übereinstimmten. Die Verfasserin hat daraufhin erklärt, sie werde sich zu Auszügen nicht mehr äußern, solange der vollständige Text nicht vorliege. Es bleibt festzuhalten, dass die Diskussion damit nicht abgeschlossen ist. Eine zweite Erhebung ist angekündigt; ihre Ergebnisse dürften frühestens im Herbst vorliegen, und bis dahin bleibt die wichtigste Frage offen: ob ein besseres Angebot tatsächlich Gewohnheiten ändert oder nur die begleitet, die sie ohnehin schon geändert hatten. Bemerkenswert ist an dem Vorgang weniger der Streit über die Methode als die Geschwindigkeit, mit der aus einer vorläufigen Zahl eine Tatsache wurde. Innerhalb von drei Tagen war die Steigerung in Reden zitiert, in Kommentaren verteidigt und in einer Grafik dargestellt, die den Vorbehalt der Autorin gar nicht erst abbildete. Wer die Studie selbst gelesen hatte, erkannte sie in dieser Darstellung kaum wieder. Das ist kein neues Phänomen, aber es zeigt, wie wenig eine sorgfältige Einschränkung wiegt, sobald sie den Weg in die Zusammenfassung nicht findet. Die Autorin hat inzwischen angekündigt, die Rohdaten zugänglich zu machen, und zwar unabhängig davon, ob die zweite Erhebung zustande kommt. Das wäre, sagen mehrere Fachleute, der eigentliche Fortschritt: nicht eine weitere Zahl, sondern die Möglichkeit, die vorhandene nachzurechnen. Ob sich daran etwas ändert, hängt weniger von der Statistik ab als von der Frage, wer die Zusammenfassung schreibt und wie viel Platz darin für einen Vorbehalt bleibt.
Was sagt der Text über die Nutzung der neuen Verbindung?
Sie ist gestiegen, aber das Auto wird weiter benutzt. — zwar concedes the increase and doch brings the objection. Both halves are in one sentence and have to be read together.
Warum stehen «seien» und «sei» im Text?
Weil der Text wiedergibt, was die Autorin sagt. — It is the Konjunktiv I of reported speech: the text passes on what the author says without adopting it. With dass the verb goes last and the marker stays.
Was tun die Fachleute laut Text?
Sie üben Kritik an der Methode. — The fixed pairing is Kritik üben, and that is what the text has. The other three are calques that do not exist.
Was bedeutet «Es bleibt festzuhalten, dass die Diskussion nicht abgeschlossen ist»?
Man muss festhalten, dass die Diskussion weitergeht. — «Es bleibt festzuhalten» is a closing formula of the written register meaning it remains to be noted. And what is noted is that the discussion is still open.
Was ist der Einwand der Fachleute?
Der Zeitraum sei zu kurz gewählt worden. — The text says it and then develops it: «ihr Einwand lautet, man habe den Zeitraum zu kurz gewählt», followed by «ein halbes Jahr sage wenig über eine Gewohnheit aus». Nobody disputes the figures: they dispute how long the measurement ran.
Warum äußert sich die Verfasserin nicht mehr zu Auszügen?
Weil zwei Zeitungen Zahlen brachten, die nicht übereinstimmten. — The text chains the two: «In zwei Zeitungen erschienen Zusammenfassungen, deren Zahlen weder mit der Studie noch untereinander übereinstimmten. Die Verfasserin hat daraufhin erklärt…». That daraufhin is what ties the cause to the decision.
Was wäre laut mehreren Fachleuten der eigentliche Fortschritt?
Dass man die vorhandene Zahl nachrechnen kann. — The text puts it as a contrast: «nicht eine weitere Zahl, sondern die Möglichkeit, die vorhandene nachzurechnen». The second option is exactly what the text rules out, and it is the one you pick if you read half the sentence.
